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28 Sep 2016

Die Herbstausgabe 5/2016

Die Herbstausgabe von "Dance for You" Magazine hält Galas fest im Blick: Sie wuchern wie Pilzmycel: Galas. Des einen Freud, des anderen Leid, jeder mit stichhaltigen Argumenten. Wie in den gleichen Spektakeln des Opernbereichs reihen sich Konzertnummern zu Perlen eines bunten, häufig wenig kleidsamen Colliers. Pas de deux werden aus dem inhaltlichen Zusammenhang gerissen, stehen hilflos für sich, bleiben dem Unkundigen in ihrer Stückfunktion unverständlich. Zweitbeiträge werden mit heißer Nadel genäht, damit sich der Einsatz des Gaststars lohnt und sich seine Reisekosten amortisieren. Prominente, publikumswirksame Namen verlocken Fans und Neugierige zum Ticketkauf, denn aus den Einnahmen speisen sich die teils beträchtlichen Honorare der weitgereisten Tanzheroen. Bei Benefiz-Galas fließt der Erlös guten Zwecken zu, etwa der Stiftung Transition. Andererseits ist es den nicht selten mies bezahlten Tänzern kaum zu verdenken, wenn sie durch Galas ihr Salär in der eh kurzlebigen Berufskarriere aufbessern. Bliebe das Für. Nicht jeder Tanzliebhaber kann auch nur in die nah gelegenen Compagnien fahren, um aufgehende Sterne am Ballettfirmament zu bestaunen. Da kommen international besetzte Galas recht. Wenn sie klug konzipiert sind, bieten sie nicht bloß das ausgelutschte klassische Funkelwerk, sondern machen auch choreografisch mit neuen Talenten, Handschriften, Tendenzen bekannt. Kurzweilig sind sie allemal, muss man doch nicht ewig ausharren, bis ein nerviger Beitrag vorbei ist: irgendetwas gefällt immer, und aufs Gefallen als ganz subjektives Kriterium reduziert sich der Gala-Genuss ohnehin. Nicht anders bei der Neuauflage von „Malakhov & Friends“. Pikantes Moment: Mit diesem Trick kehrte der vormalige Intendant des Staatsballetts Berlin, unsanft, obwohl nicht ganz unverschuldet vom Sockel gestoßen, durch die Hintertür heim in die Stadt, in der er eine Eigentumswohnung besitzt und der nach eigener Aussage sein Herz gehört. Demonstrativ strömten Fans und Neugierige in den Admiralspalast. Gesponsert ist das Projekt von KPM, Friedrichs II. Königlicher Porzellanmanufaktur, wo man Malakhovs Schläppchen aus „weißem Gold“ nachformt. Weiter
25 Jun 2016

Die Sommerausgabe 4/2016

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Die Sommerausgabe von "Dance for You" Magazine: Kurz vor der Sommerpause passiert viel auf Deutschlands Bühnen. Erst vor wenigen Wochen verbannte der Dirigent Tiberiu Soare, damals noch Interims-Generaldirektor der National Oper in Bukarest, die beiden Startänzer Johan Kobborg – auch in der Position des Artistic Directors tätig - und Alina Cojocaru aus dem Theater, jetzt ekelt Igor Zelensky als Nachfolger des renommierten Ballettdirektors Ivan Liška das Tänzer-Paar Lucia Lacarra und Marlon Dino aus der Bayerischen Staatsoper. Und mit ihnen noch 29 andere Tänzer vom Bayerischen Staatsballett. Was ist nur los in der Ballettwelt? Anstatt stolz darauf zu sein, Künstler von internationalem Ruhm im eigenen Haus zu haben, Tänzer, die sich nicht nur durch Technik, sondern vor allem auch durch künstlerischen Ausdruck auszeichnen, üben solche Chefs stumpf ihre Macht aus. Seien es persönliche, politische oder finanzielle Gründe, die oben genannten Direktoren zu solch wenig nachvollziehbarer Aktion verleiteten, im Sinne der Kunst ist das nicht. Schon ein Laie sieht, das eine ganze Company vom Ruf eines Stars profitiert, nicht nur in der Außen- sondern auch in der Innenwirkung. Schließlich können Nachwuchstänzer eine Menge von solch erfahrenen Tänzern lernen. Wer die Tipps von Lucia Lacarra’s Artikeln in unserem Magazin gelesen hat, weiß, um was es geht. Dass Ehrgeiz und Motivation mit der Präsenz solcher Künstler steigen, versteht sich von selbst. Und was die Kulturpolitik angeht: Die Popularität und nicht zuletzt das Renommee eines Theaters steigt und fällt mit seinen Künstlern. Unsere Bühnen sind heute von Sparmaßnahmen bedroht und gebeutelt wie selten zuvor. Wie kann man nur so leichtfertig reagieren? Weiter
25 Apr 2016

Dance for You Magazine 3/2016

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Vor 10, 20 Jahren gab es fast nur abendfüllende Ballette. Seien es klassische Handlungsstücke oder zeitgenössische Werke, stets stieg man tief ein. Eine Herausforderung, nicht nur für Choreografen, auch für das Publikum, das mitunter einen langen Atem brauchte. Heute sind dreiteilige Tanzabende beinahe schon die Regel. Liegt es daran, dass im digitalen Zeitalter schnell wechselnder Kurznachrichten  „Häppchen“ auch auf der Bühne gefragt sind? Oder eifert man großen Namen nach? Ist es vielleicht der vielfach ausgezeichnete Martin Schläpfer, der mit seinen Mehrteilern an der Deutschen Oper am Rhein künstlerisch zum Trendsetter wurde? Was auffällt: Selbst kleinere Kompanien in Greifswald, Bremerhaven oder Osnabrück zeigen dreiteilige Abende. Indem sie Gäste einladen, bringen sie nicht nur eine, sondern diverse choreografische Handschriften auf die Bühne. Das beweist Vielfalt und ist aufregend - vorausgesetzt die Kompanien sind herausgefordert, Neues zu wagen und wachsen über sich hinaus.Vor allem im ländlichen Raum eröffnen dreiteilige Tanzabende neue Horizonte, wenn sie das altbewährte Spektrum eines Tanzchefs erweitern. Auf urbane „Vielseher“ wirkt diese „Mode“ jedoch auf Dauer ermüdend, vor allem dann, wenn die Stücke in keinem inhaltlichen oder künstlerischen Zusammenhang zueinander stehen. Oder wenn ein renommierter Gast engagiert wird und die anderen Produktionen wie ungeliebtes Beiwerk notdürftig über die Bühne gehen. Manch einer macht es sich da einfach, große Kunst sieht anders aus.  Weiter
25 Mrz 2016

Dance for You Magazine 2/2016

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WANTED! FRAUEN IN CHEFETAGEN. Wo sind eigentlich die Frauen in führenden Positionen der Kultur? Gerade mal ein Dutzend Choreografinnen haben wir heute in Deutschland, nur wenige besetzen eine Top-Position als Ballett- Direktorin. Verglichen mit der Anzahl Mädchen, die sich in Ballettschulen und Tanzakademien ausbilden lassen, ist das nichts. Wie kommt es zu diesem Mangel? Bedeutet der Begriff einer „guten Tänzerin“ etwa nur, „gutes Mädchen“ auf die Bühne zu sein? Ein verlängerter Arm des kreativen, männlichen Kopfes? Frauen haben durch Technik und Expressivität stark zur historischen Entwicklung des Balletts beigetragen. Doch bis heute fördert und fordert eine Tanzausbildung von Mädchen mehr die reproduktive als die kreative Seite. Die Betonung liegt auf Optik und Virtuosität. Kommt die kreative, choreografische Entfaltung von Tänzerinnen also zu kurz? Oder sind Frauen einfach nur nicht selbstbewusst genug? Wie kann es sein, dass Frauen weltweit nicht den gleichen Status erreicht haben wie Männer, die mit einer überwältigenden Mehrheit hohe Positionen in der künstlerischen und administrativen Führung halten. Wie brisant das Thema ist, sieht man an den Reaktionen, mit denen die Tanzwelt auf ein Zitat aus einem Interview mit dem renommierten Choreografen Akram Khan reagierte. Mit seinem Statement: „We don´t need more female choreographers for the sake of it“, brachte er nicht nur Journalisten, sondern auch rund 400 Tanzschaffende gegen sich auf, die einen offenen Brief an Khan unterzeichneten. Am 21.1.2016 veröffentlichte „The Stage“ das Schreiben. Das Credo: Es muss sich etwas ändern, schließlich können wir können nicht darauf warten, dass ein Wunder von oben kommt. Weiter
28 Jan 2016

Dance for You Magazine 1/2016

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Die Stunde der Wahrheit! Neues Jahr, neue Vorsätze, neue Jobs, neue Auditions, neue Aufnahmeprüfungen: Die Tanzwelt ist ein ständiger „perpetuum mobile“: Choreografen und Tänzer, die ihren Arbeitsplatz wechseln müssen oder möchten, junge Absolventen die einen (einigermaßen gut) bezahlten Job in einer Kompanie brauchen, Tanzstudenten, die gute Schulen oder Lehrer suchen, um sich für eine Aufnahmeprüfung an der Akademie ihrer Träume vorzubereiten und für die es bald heißt: Dies ist die Stunde der Wahrheit! Denn gute Jobs sind rar und gerade heute, in einer globalisierten und hart konkurrierenden Welt, Mangelware. Nehmen wir junge Absolventen, die sich nach ihren hart erarbeiteten Abschlussprüfungen zu Recht fragen: „Hurra, Schule beendet! Und was jetzt?“ Denn nach der ersten Euphorie, nach Jahren intensiven Trainings die Schule erfolgreich abgeschlossen zu haben, folgt häufig die Ernüchterung: Was wird der nächste Monat oder gar das Jahr bringen? Viele sind sich gar nicht bewusst, dass die meisten Tanzchefs nur erfahrene Tänzer suchen. Realität ist, dass es Monate und gar Jahre dauern kann, bis sie einen Vertrag unterschreiben. Aber wie die berühmte australische Primaballerina und Ballettdirektorin Maina Gielgud neulich in einem Interview sagte: „Die Probleme gab´s schon früher, wo in vielen Ländern Tänzer weder gut bezahlt, noch sozialversichert waren und Eleven Ballettschuhe und Unterricht kaum finanzieren konnten. Also, wenn du eine Tanzausbildung machst, dann nur, weil du es wirklich willst!“ Viele Ballettchefs raten, cool zu bleiben und sich einen konkreten Plan zu machen, um sich während der Arbeitslosenzeit in optimaler Form zu halten. In besten Fall wird man nach der Ausbildung als Eleve in einer Kompanie aufgenommen, um Bühnenerfahrung zu sammeln. Wenn nicht, sollte man eine private Kompanie oder ein professionell geführtes Tanzstudio finden, um konsequent trainieren und Feedback bekommen zu können. Schließlich gehören Tänzer zu den meist disziplinierten und best organisierten Menschen überhaupt. Aber sie brauchen einen Coach, der ihnen im Lernprozess weiterhelfen kann. Zum Thema Training, sein wir mal ehrlich: Alle Welt spricht darüber, wie und wo man gute Tänzer findet, doch was dabei viel zu kurz kommt, ist die Frage nach den Lehrern. Ein Tänzer ist auch das Produkt seines Lehrers. Schließlich heißt es nicht von ungefähr: „Wie der Meister, so der Schüler“. Aber was macht einen guten Tanzlehrer aus und wie soll man denn überhaupt auswählen? Vielen Tanzschülern ist nicht bewusst, dass jemand, der internationale Wettbewerbe gewonnen hat, nicht zwangsläufig auch fachliche Qualifikationen zum Unterrichten besitzt. Soll man also lieber bei jemandem trainieren, der einen akademischen Abschluss (BA oder Master) hat? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Tanzen ist eine Fertigkeit, Tanzpädagogik etwas ganz anderes. Kann ein Startänzer Anfänger unterrichten? Genauso gut könnte ich fragen, ob jemand, der toll Englisch spricht, auch Englisch unterrichten kann. Ich zumindest könnte das nicht. Oder ein erfahrener Arzt, der versucht einen Studierenden im ersten Jahr etwas zu lehren – der arme Student wird wahrscheinlich denken, so ein Medizinstudium sei schwerer als er dachte, und einen Rückzieher machen. Ein guter Freund erzählte mir einmal, dass in seiner Stadt ein tolles Pädagogen-Paar mit ihrer Ballettschule wahre Wunder verbrächte und dass ihre Schüler fast immer einen Job bekämen! Das Geheimnis ihres Erfolges: Sie sind ständig am Puls der internationalen Ballettwelt und unterrichten auch Profis im In- und Ausland. „Selbst wenn die Schüler am Anfang zwei linke Füße haben, können J. und M.  mit viel Fingerspitzengefühl ihre Fähigkeiten entwickeln. Schüler und Eltern sind begeistert“, heißt es.  Also, (über)lebenswichtig ist es, früh gute und (international) vernetzte Lehrer zu finden, aber vor allem: keine Zeit zu verlieren. Wer seine Karriere-Schritte gut plant, kann eine Menge Chancen nutzen! Weiter