Dance for You Magazine 1/2016

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Die Stunde der Wahrheit!
Neues Jahr, neue Vorsätze, neue Jobs, neue Auditions, neue Aufnahmeprüfungen: Die Tanzwelt ist ein ständiger „perpetuum mobile“: Choreografen und Tänzer, die ihren Arbeitsplatz wechseln müssen oder möchten, junge Absolventen die einen (einigermaßen gut) bezahlten Job in einer Kompanie brauchen, Tanzstudenten, die gute Schulen oder Lehrer suchen, um sich für eine Aufnahmeprüfung an der Akademie ihrer Träume vorzubereiten und für die es bald heißt: Dies ist die Stunde der Wahrheit! Denn gute Jobs sind rar und gerade heute, in einer globalisierten und hart konkurrierenden Welt, Mangelware. 
Nehmen wir junge Absolventen, die sich nach ihren hart erarbeiteten Abschlussprüfungen zu Recht fragen: „Hurra, Schule beendet! Und was jetzt?“ Denn nach der ersten Euphorie, nach Jahren intensiven Trainings die Schule erfolgreich abgeschlossen zu haben, folgt häufig die Ernüchterung: Was wird der nächste Monat oder gar das Jahr bringen? Viele sind sich gar nicht bewusst, dass die meisten Tanzchefs nur erfahrene Tänzer suchen. Realität ist, dass es Monate und gar Jahre dauern kann, bis sie einen Vertrag unterschreiben. Aber wie die berühmte australische Primaballerina und Ballettdirektorin Maina Gielgud neulich in einem Interview sagte: „Die Probleme gab´s schon früher, wo in vielen Ländern Tänzer weder gut bezahlt, noch sozialversichert waren und Eleven Ballettschuhe und Unterricht kaum finanzieren konnten. Also, wenn du eine Tanzausbildung machst, dann nur, weil du es wirklich willst!“ Viele Ballettchefs raten, cool zu bleiben und sich einen konkreten Plan zu machen, um sich während der Arbeitslosenzeit in optimaler Form zu halten. In besten Fall wird man nach der Ausbildung als Eleve in einer Kompanie aufgenommen, um Bühnenerfahrung zu sammeln. Wenn nicht, sollte man eine private Kompanie oder ein professionell geführtes Tanzstudio finden, um konsequent trainieren und Feedback bekommen zu können. Schließlich gehören Tänzer zu den meist disziplinierten und best organisierten Menschen überhaupt. Aber sie brauchen einen Coach, der ihnen im Lernprozess weiterhelfen kann. Zum Thema Training, sein wir mal ehrlich: Alle Welt spricht darüber, wie und wo man gute Tänzer findet, doch was dabei viel zu kurz kommt, ist die Frage nach den Lehrern. Ein Tänzer ist auch das Produkt seines Lehrers. Schließlich heißt es nicht von ungefähr: „Wie der Meister, so der Schüler“. Aber was macht einen guten Tanzlehrer aus und wie soll man denn überhaupt auswählen? Vielen Tanzschülern ist nicht bewusst, dass jemand, der internationale Wettbewerbe gewonnen hat, nicht zwangsläufig auch fachliche Qualifikationen zum Unterrichten besitzt. Soll man also lieber bei jemandem trainieren, der einen akademischen Abschluss (BA oder Master) hat? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Tanzen ist eine Fertigkeit, Tanzpädagogik etwas ganz anderes. Kann ein Startänzer Anfänger unterrichten? Genauso gut könnte ich fragen, ob jemand, der toll Englisch spricht, auch Englisch unterrichten kann. Ich zumindest könnte das nicht. Oder ein erfahrener Arzt, der versucht einen Studierenden im ersten Jahr etwas zu lehren – der arme Student wird wahrscheinlich denken, so ein Medizinstudium sei schwerer als er dachte, und einen Rückzieher machen. Ein guter Freund erzählte mir einmal, dass in seiner Stadt ein tolles Pädagogen-Paar mit ihrer Ballettschule wahre Wunder verbrächte und dass ihre Schüler fast immer einen Job bekämen! Das Geheimnis ihres Erfolges: Sie sind ständig am Puls der internationalen Ballettwelt und unterrichten auch Profis im In- und Ausland. „Selbst wenn die Schüler am Anfang zwei linke Füße haben, können J. und M.  mit viel Fingerspitzengefühl ihre Fähigkeiten entwickeln. Schüler und Eltern sind begeistert“, heißt es.  Also, (über)lebenswichtig ist es, früh gute und (international) vernetzte Lehrer zu finden, aber vor allem: keine Zeit zu verlieren. Wer seine Karriere-Schritte gut plant, kann eine Menge Chancen nutzen! Weiter

 

— Posted on Januar 28, 2016 at 15:11

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